| << | Station 8 |
Gestern
Die technisch einfache Gewinnung und Förderung Anfang des 20. Jahrhunderts
Nürnberger Landstraße mit den Orten Hirschau und Schnaittenbach auf einer Karte von 1769.
Das heutige Abbaugebiet war damals noch landwirtschaftlich genutzte Fläche (StAA, Plansammlung 17/3)
|
Kaolinabbau in Handarbeit, Amberger Kaolinwerke, Anfang des 20. Jahrhunderts |
|
Hochlöffelbagger der Marke Tatz, er wurde von zwei Mann stehend bedient, die Roherde wurde auf Gleisen mit einer Dampflok abtransportiert, Amberger Kaolinwerke, 1921. |
Schachtröhren von rund 10 Meter führten zu den Kaolinabbauen Untertage. Grubenfeld Kick, vor 1883. |
|
Versorgungswagen („Furagewagen“), Amberger Kaolinwerke, 1910 |
|
Seilzuganlage zur Halde, Amberger Kaolinwerke, 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. |
Amberger Kaolinwerke: |
|
Porzellan- und Steingutfabrik von Ernst Dorfner & Co. Hirschau, 1900 |
|
Belegschaft der Steingut- und Porzellanfabrik Ernst Dorfner & Co. in Hirschau, um 1900 |
Heute
Gewinnung und Förderung am Beginn des 21. Jahrhunderts
Die Quarzhalde „Monte Kaolino“, Wahrzeichen des Kaolinreviers
|
|
|
Hydraulikbagger, Schaufelradbagger und Radlader sind in den Tagebauen beim Abbau im Einsatz. Mit Muldenkippern/Dumpern, auf Bandstraßen oder mittels Seilbahnen wird die Roherde in die Aufbereitung oder auf Halde transportiert. |
Blick in den Tagebau der Firma Dorfner, Hirschau |
Auf Bandstraßen wird die Roherde zur Aufbereitung transportiert |
|
Schaufelradbagger SH 250 Orenstein & Koppel, außer Dienst gestellt, vorgesehen für das geplante Besucherbergwerk in Schnaittenbach |

Morgen
Das Nachfolge-Nutzungskonzept.
Als Ergebnis des schon jetzt laufenden Prozesses wird eine Seenlandschaft entstehen, d. h. ein großes Naherholungsgebiet. Während üblicherweise erst nach Beendigung des Bergbaus ein Nachfolgenutzungskonzept umgesetzt wird, hat im Kaolinrevier dieser stetige Wandel der Landschaft schon seit geraumer Zeit eingesetzt und wird beim Industriepfad exemplarisch veranschaulicht werden.
Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Lagerstätten sind raum- und standortgebunden, sie können nicht verlegt werden. Ihre Nutzung verpflichtet zum aktiven Umweltschutz, um die Balance zwischen gesellschaftlichen Notwendigkeiten und dem Eingriff in Natur und Umwelt zu wahren. Daher gehören naturschonender Abbau, intelligente Energienutzung bei der Produktion sowie sorgsamer Umgang mit der Ressource Wasser zum Alltag eines Betriebs. Eine hohe Veredelung und die kontinuierliche Verbesserung umweltschonender Produktionsprozesse nach DIN Normen sichert die nachhaltige Nutzung der Rohstoffe auch für zukünftige Generationen.
Markierter künftiger Ufersaum |
|
|
Alte bewachsene Halde in Schnaittenbach |
|
|
Alte Seenlandschaft nach Beendigung des Bergbaubetriebes, Modell des Ateliers Orth |
|
Stand 2006 |
|
Stand um 2020 |
Die Seenlandschaft Mitte 21.des Jahrhunderts |